(Re-Blog) Kritik: Mass Effect: Andromeda – Das Ergebnis einer verfehlten Firmenpolitik

Off-Topic (hat nichts mit Geschichte zu tun), aber endlich ist er Online: Mein Artikel zu Mass Effect: Andromeda wurde auf Spielkritik.com veröffentlicht!

SPIELKRITIK.com

Als Fan des Mass Effect-Franchises versuche ich möglichst neutral zu bleiben, doch ich möchte mit Euch, den Lesern, gerne meine Erfahrungen und Gedanken zum neuesten Teil der Serie teilen. Und endlich habe ich mich dazu bewegen können, einen Artikel über Mass Effect: Andromeda mit etwas Abstand zum Erscheinungsdatum (März 2017) zu verfassen. Sicherlich ist dies besser so, der Beitrag wäre sicherlich „untergegangen“ in der Fülle von Meldungen über das Spiel.


Viele behaupten Mass Effect: Andromeda sei in einer Entwicklungszeit von fünf Jahren entstanden … was, wenn ich jetzt in den Raum werfe: Andromeda wurde in nur 18 Monaten produziert?

Wie es dazu kam, dass Mass Effect: Andromeda in Wahrheit in nur so kurzer Zeit entwickelt werden musste, ist eine lange Geschichte. Einen ausführlichen englischen Artikel hat John Schreier auf Kotaku publiziert (sehr lesenswert!). Auf diesen werde ich mich hier ab und zu beziehen.

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Mass Effect 1 bis 3 – Biowares…

Ursprünglichen Post anzeigen 2.966 weitere Wörter

Autor: Iris Traumann

Historikerin M.A., Gamer (seit den 90ern) und Bloggerin.

2 Kommentare zu „(Re-Blog) Kritik: Mass Effect: Andromeda – Das Ergebnis einer verfehlten Firmenpolitik“

  1. Glückwunsch zur Veröffentlichung ^^

    Da war einiges, was ich noch nicht wußte.

    ME : Andromeda… wie habe ich sehnsüchtig drauf gewartet, erwartungsvoll den Vorabzugang genommen mit dem Test-Abo…. und dann gab es schon gemischte Gefühle. Die Auswahl und das Aussehen der weiblichen Avatare… *hust*

    Nachdem ich Anfangs neugierig und fasziniert war von einer neuen Galaxie, folgte schnell die ernüchternde Erkenntnis, das alles irgendwie nur ein schwacher Abklatsch der alten, guten Teile war. Was bringt es, wenn man auf den Planeten Stunden mit Sammel X-Steine, Scanne X mal dies und andere Mini-Quests machen kann, mir aber kaum die NPC näher gebracht werden?

    Ich habe mich mit Tali, Garrus, Liara, Wrex, Grunt Mordin, Miranda, Ashley, Jack und all den anderen gefreut, habe mit Ihnen gelitten, habe Ihnen als Paragon Mut zugesprochen, als Renegade Ihnen in den Hintern getreten und in einer epischen Geschichte alles gegeben. Ich habe so viel Erinnerungen an die Trilogie, momente voller Emotionen.

    Teil eins, wenn ich mich zwischen Ashley und Kaidan entscheiden muss. In der Kollektoren Basis, wenn meine liebste Tali in der Röhre ist, mir zuruft das es immer heißer wird und ich mich zu dem Schalter durchkämpfe. Grunt, der im dritten Teil meinen Rückzug deckt und eine Tali, die mir kurz vor dem Finalen Kampf sagt, das sie sich mehr Zeit wünscht.

    Mehr als einmal bekam ich feuchte Augen. Ich litt mit diesen imaginären Figuren… meinen Freunden. Kaum ein Spiel hat es geschafft mich so sehr an seine Charaktere zu binden wie Mass Effect. Und Citadel ist hier das Sahnehäubchen oben drauf mit all seinen kleinen Geschichten für diese Charaktere.

    Andromeda versagt hier irgendwie für mich völlig. Sich, Drack ist coll als alter Kroganer, aber ich habe auch eine Schwäche für Krogies. Aber ich fühlte mich nicht verbunden. Am Ende waren es nur NPC Begleiter, denen ich noch nicht einmal im Kampf richtige Kommandos geben konnte. Dafür konnte ich mit nem Jetpack springen.

    Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch. Shepards Stiefel sind schwer zu füllen.
    Irgendwann lies ich alle Nebenquests liegen und folgte stur der Hauptquest, die sich als recht kurz erwies. Und obwohl ich kaum Gespräche führte, alles ignoriert habe, änderte sich am Ende kaum etwas. Außer das mir Leute zu hilfe kamen, die ich vielleicht einmal im ganzen Spiel getroffen hatte und eine Person starb.

    Im Fazit hast du Recht :

    Betrachtet man Andromeda als etwas eigenständiges, ohne das Vorwissen um die Trilogie mit Shepard, ist es kein wirklich schlechtes Spiel. Es hat wirklich schöne Welten, das Kampfsystem ist gut und auch der Multiplayer hat mir viel Spaß gemacht.
    Aber im Endeffekt habe ich lieber ein Spiel mit einer tollen Story und lebendigen Charakteren als eine mit drei Millionen Miniquest gefüllte Open World.

    Ups…soviel Text..

    Was ich sagen wollte… ich stimme dir zu, guter Artikel ^^

    Keelah se’lai,

    Ramoc

    Gefällt 1 Person

  2. Da ich den Artikel schon kurz nach der Veröffentlichung gelesen habe, hinterlasse ich dir nun direkt hier einen Kommentar dazu. Ich selbst sehe die Mass Effect-Reihe inzwischen leider auch sehr kritisch. Es grenzt fast schon an Ironie, da ich früher BioWare förmlich verehrt habe. Es tut mir richtig weh, wenn ich mir deren letzten Spiele ansehe. So gern ich mich auf Anthem freuen möchte – ich bin skeptisch.

    Dabei fing mit Mass Effect alles so wunderbar an. Ein tolles Sci-Fi-RPG, wovon es eh viel mehr geben sollte. Eine wunderbare Spielwelt, interessante Rassen und Charaktere ein ganz brauchbarer Protagonist. Ich war nie ein riesiger Fan von ihm / ihr, aber er / sie war o.k. in meinen Augen.

    Dann kam der zweite Teil und mäh … warum hat man so viel auf die Spieler gehört? Sicher, der erste ist nicht perfekt, das Inventarsystem war eine Katastrophe … aber mit dem zweiten Teil hat man für meinen Geschmack das RPG schon ein wenig zu stark über Bord geworfen. Der dritte Teil war dann für mich schon ein heikles Thema. Ich mochte das Spiel ganz gern, hab´s auch gelegentlich im Multiplayer gezockt, aber gänzlich ignoriert, als mein Mann vor mir durch das Spiel war und ich das Ende mitbekam. Und nein … dabei stören mich überhaupt nicht diese bunten Farben, die einem verschiedene Enden vorgaukelten … mich störte das Verhalten vom Protagonisten massiv und ich fragte mich: Warum zum Henker hab ich drei Spiele lang diesen ganzen Kram getan? Puh … die Entscheidungen wirkten so absurd, völlig abstrakt, nicht nachvollziehbar. Sicher, es war eine Extremsituation … aber nach all den Sci-Fi-Streifen die ich gesehen habe, konnte ich mich damit einfach nicht anfreunden.

    Und soll ich dir etwas sagen? Nach deinem Beitrag bin ich einmal mehr froh, mir Mass Effect: Andromeda gar nicht gekauft zu haben. Es mag o.k. sein, aber ich habe genug gelesen, um ohne zu können. Es macht mich einfach nicht an, da mich Mass Effect spätestens mit dem dritten Teil eh verloren hat.

    Ich wollte die Reihe wirklich bis zum Ende lieben, aber es geht einfach nicht. Sie wirkt auf mich, als wäre man mit der Zeit immer liebloser rangegangen. Wo sind die RPGs von BioWare, die wegweisend sind? Warum hat dieser Entwickler früher anderen gezeigt wo es langgeht und das Genre mit definiert und heute kommt dann „nur“ so etwas bei raus? Mäh … Wenn ich an die Sidequests in 3 denke, läuft es mir eiskalt den Rücken runter. Konnte man doch in 1 ganz wunderbar – warum in 3 nicht mehr?

    Wäre mir alles egal, wenn es mir nicht mit Dragon Age ähnlich ginge. Dragon Age: Origins hat seine Macken, aber ich hab´s zig Mal durchgespielt, sogar für mehrere Plattformen gekauft und sehr gemocht. Zwei ist dagegen irgendwie nur ein Schatten des gelungenen Vorgängers. Mein Mann wollte sich trotzdem auf Inquisition einlassen und hat es getan. Mir hat auch da dann die Zuschauerrolle gereicht. Es macht mich traurig, wenn ich an alte Perlnen wie Jade Empire denke. Früher hätte ich ohne mit der Wimper zu zucken BioWare aufgezählt, wenn es um meine Lieblingsentwickler geht. Heute? Da fallen mir an erster Stelle definitiv andere Studios ein.

    Vielleicht sind die Spiele, die BioWare inzwischen macht, überhaupt nicht sooo schlecht. Ich denke die haben einfach ein anderes Publikum als mich. Aber ich bin nicht so der Fan dieser actionlastigen Geschichten – speziell wie in Mass Effect. Wenn ich Horden von Gegnern abknallen mag und drum herum etwas Story mag, kann ich auch Borderlands einwerfen. Es ist schade, dass man da das RPG immer mehr aus dem Fenster geworfen hat. Mass Effect hat meiner Meinung nach ganz gut funktioniert, wenn man von so doofen Macken wie dem Inventar absieht. Warum man da so krass dran geschraubt hat, werde ich wohl niemals begreifen können. Wenn man Mal die Sidequests von 1 und 3 vergleicht – da werden schon Unterschiede ersichtlich.

    Naja, so viel Text hier … ich hoffe, eines Tages sehen wir von BioWare noch einmal ein richtig packendes RPG. Gern auch Action. Drei hatte bis zu einem gewissen Punkt richtig gute Momente. Diese Szene wenn Leaving Earth einsetzt. Gänsehaut. Aber an den Details mangelt es mir inzwischen zu sehr bei BioWare. Da fehlt mir die Liebe. Vieles wirkt viel zu herlos und vernachlässigt und dein Andromeda-Artikel hat mir gezeigt, dass es für mich die richtige Entscheidung war, es beim Verzicht zu verlassen. Manchmal ist es ganz gut, wenn man mit etwas abschließt. Ich bewahre mir lieber die Erinnerung an Mass Effect und Dragon Age: Origins.

    Gefällt 1 Person

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